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So geschehen zu Stockholm den 2. Jüno a.D. 2005:

Die Geschichte beginnt am gestrigen Mittag. Ein Verlangen nach gesunder Ernährung liess mich mittags zum Schnellimbiss gehen, wo sich mein Verdauungstrakt an einem Schwammburger und einer Ladung Fritten mit reichlich Glutamat und Ketschöp delektierte. Doch damit nicht genug. Der abendliche Opernbesuch taktete stilvoll mit einer Ouverture von schwedischer Husmanskost im Opernkeller auf, bestehend aus einem grossen Starköl und einem skånsischen Eierpudding mit reichlich Speck und Roggenbrot. Eine ernährungstechnische H-Bombe begann zu ticken.
Ich kam heute morgen mit etwas flauem Gefühl im Untergeschoss ans Institut. Meine Gefühle täuschten mich nicht, da sich schon bald nach dem Frühstücke ein typischer Druck gegen die Muffe aufzubauen begann, der sich schliesslich gegen 10 Uhr in unvermeidbarer Flatulenz entlud.
Mein Kabuff am Institut ist recht klein und ich teile die knapp 8 Quadratmeter Fläche mit Kollegin Pernilla. Als sie um 10 Uhr das Büro verliess, da erkannte ich meine ideale Chance und liess die gestauten Gase entweichen.
Ich registrierte während einer langen Sekunde gut 40 dB an meinen Lauschern. Die Druckwelle ging bis zur Bürotür und verzog sich alsdann im lüftungstechnischen Unterdruck der zahlreichen Labors.
Als ich wieder zu mir kam und mich vom ersten Schocke zu erholen begann, da stand Pernilla schon wieder im Büro. Sie war keine Sekunde drin, als sie mir gebot das Fenster zu öffnen. Ich stand noch immer unter leichtem Schock und mir wurde sogleich völlig plömerant. Ich sah mich schon als Umweltschwein entlarvt, stammelte bloss ein "sorry!" und öffnete wie geboten den gläsernen Lufteinlass. Ihre Miene war wie versteinert. Wir kriegten wieder etwas Sauerstoff, was die Situation jedoch auch nicht mehr rettete. Ich sagte leise zu mir selbst: Dü hast ainen Gerossen Proubleem. Oder hatte das Giftgas etwa bereits an beiden von uns seine Wirkung getan?
Gibt es einen Luftschelz, der nicht von dieser Welt zu kommen scheint? Die weitere Verlauf der Ereignisse liess mich dies vermuten...
Pernilla röchelte und hüstelte noch ein bisschen, meinte etwas von schlechter Luft und einer defekten Lüftung und verschwand sogleich wieder aus dem Büro. Ich hörte wie sie im Flur mit der technischen Verantwortlichen Margareta darüber diskutierte, dass man die Lüftung in unserem Büro reparieren müsse und ob der technische Dienst das Problem heute noch in die Hand nehmen könne. Die Situation schien gerettet.
Als Ablenkungsmanöver e-mailte ich schnell eine Kurzfassung der Vorfälle an Jürg, danach konnte ich mich nicht mehr halten und vergröhlte elendiglich. Die Tränen standen mir ims Gesicht geschrieben und das Lachen hörte nicht mehr auf. Ich musste den Tatort verlassen und versuchte vergeblich, mich mit etwas Arbeit ablenken. Noch immer hängt ein sehr breites Grinsen auf meiner Fresse. Ich kriegs nicht mehr weg... die Lachmuskeln schmerzen fürchterlich, das Lachen bricht alle paar Minuten von neuem aus. Oh Gott oh Gott hört der Spass denn nicht mehr auf! I ka nimmi...
Sodele. Wo gehe ich heute mittagessen?
Wie die Geschichte weitergeht - mal abwarten, bis die Lüftungsleute da waren. hihihi